Rosenheim, 15.04.2019

Prüfung zum Bergungstaucher II

Vier neue Bergungstaucher II im OV Rosenheim

Nachdem das Jahr 2018 bei der Tauchgruppe ganz im Zeichen der theoretischen und praktischen Ausbildung im Hinblick auf den Bergungstaucher der Stufe II stand und die erforderlichen Tauchgänge gesammelt wurden, stand nun abschließend die theoretische Prüfung an. Vier Taucher aus Rosenheim sowie ein Kollege aus Landshut sind am Samstag in Rosenheim zusammengekommen um unter den wachsamen Augen von Friedrich Fischer, Lehrtaucher und Gruppenführer aus Landshut, die Theorieprüfung abzulegen.

Abgeprüft wurde dabei das Wissen aus allen relevanten Bereichen wie Tauchmedizin, Gerätekunde, Physik und Tauchgangsplanung. Alle 5 angetretenen Teilnehmer haben bestanden und dürfen sich ab sofort Bergungstaucher II nennen. Wir gratulieren den Prüflingen zur bestandenen Prüfung und wünschen weiterhin „Gut Luft“.

Im Anschluss an die theoretische Prüfung wurde dann sofort mit der Ausbildung zum Bergungstaucher III begonnen und jeder Teilnehmer nutzte die Gelegenheit mit dem Helmtauchgerät der Landshuter im Übungsbecken zu tauchen. Die praktische Ausbildung beinhaltete den Zusammenbau des Geräts über den Aufbau der Kommunikation bis hin zur Leinenführung. Damit wurde der Grundstein gelegt um voraussichtlich 2020 dann die Prüfung zum Bergungstaucher III in Percha ablegen zu können.

Die Ausbildung der Tauchgruppe im THW beginnt nach der allgemeinen THW-Grundausbildung mit der fachspezifischen Ausbildung. Voraussetzung hierfür sind ein Rettungsschwimmschein (DLRG Silber) und eine zivile Tauchausbildung (CMAS *, oder vergleichbar).

Die Ausbildung gliedert sich in drei Stufen:

Der Bergungstaucher I wird bei Such- und Bergungseinsätzen in Tiefen bis zu 10 m eingesetzt.

  • Tauchen mit Signalleine, Trockentauchanzug und Vollgesichtsmaske
  • Selbst- und Kameradenrettung
  • Einsatz als Sicherungstaucher
  • Einsatztaktik
  • leichte Arbeiten unter Wasser

 Der Bergungstaucher II ist in der Lage selbstständig Such-, Berge und Arbeitseinsätze in einer Tiefe bis zu 20 m durchzuführen.

  • Hebesäcke und Werkzeuge zur Unterwasserarbeit
  • Tauchen unter erschwerten Bedingungen wie Eis, Strömung, Dunkelheit, Nullsicht oder im Bereich von Unterwasserhindernissen
  • Einsatz in kontaminierten Gewässern mit Chemieschutzanzug und Überdrucksystem
  • Fortbildungen zum Tauchen mit Zusatzausrüstungen und für Taucheinsätze in Tiefen bis zu 30 m

 Aufgabe des Bergungstauchers III ist es, schwere Unterwasserarbeit durchzuführen.

  • pneumatische und hydraulische Werkzeuge (z.B. Kettensägen und Bohrgeräte)
  • Sauerstoffkernlanzen
  • Hebesäcke mit über 500 kg Tragkraft
  • Tauchen mit Helmtauchgeräten

Die Vorbereitung zum Bergungstaucher III findet im Ortsverband selbst statt, der eigentliche Lehrgang ist dann eine Woche lang in Percha am Starnberger See bundesweit für alle Tauchgruppen des THW einheitlich.

Vielen Dank an die Tauchgruppe des THW Landshut für das zur Verfügungstellen des Helmtauchgeräts und im speziellen an Friedrich Fischer für die Planung und Durchführung der Ausbildung und Prüfung.


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