Rosenheim, 13.03.2017

Technische Hilfe auf Verkehrswegen (THV)

Jährlich knapp 70 Einsätze für das Rosenheimer THW

Technische Hilfe auf Verkehrswegen (THV) wird zu Zeiten hohen Verkehrsaufkommens durch die Ortsverbände des Technischen Hilfswerkes (THW) auf den Autobahnen geleistet. Die Technische Hilfeleistung wird für jedes Jahr mit der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim abgestimmt. Die eingesetzten Helfer werden besonders für die Aufgaben auf hochfrequentierten Fahrbahnen geschult. Das Rosenheimer THW ist für den Autobahnabschnitt der A8 vom Irschenberg bis Felden und für die A93 vom Inntaldreieck bis Kiefersfelden zuständig.

Für den THV-Dienst wird ein speziell ausgestattetes Einsatzfahrzeug genutzt welches nicht zur Standardausstattung des THW gehört und über die THW-Helfervereinigung Rosenheim e.V. beschafft wurde. Ausgestattet mit hydraulischem Rettungsgerät (Spreizer/Schere) und im größerem Umfang mit Ausstattung zur Verkehrssicherung (Pylonen, Blitzer, Schilder, Verkehrsleitanlagen an Fahrzeugen) sowie mit Sanitätstaschen, Ölbindemittel, Werkzeuge, Besen und Schaufeln usw. ist der THV-Kombi speziell für das Einsatzgebiet Autobahn konzipiert.

Besetzt mit einer Führungskraft, einem Kraftfahrer, zwei Helfern und einem ausgebildeten Sanitätshelfer finden die meisten THV-Dienste Freitags und Samstags statt.

Das Aufgabengebiet klar definiert:

-        Beseitigung von Verkehrshindernissen und Fahrzeugbergung

-        Räumen der Verkehrsfläche von Unfalltrümmern und Fegen der Fahrbahn

-        Mitwirkung an Ölschadenbekämpfungsmaßnahmen

-        Stauwarnung und Stauabsicherung

-        Fahrbahnsperrungen und Verkehrslenkung auf Weisung der Polizei

-        Ausleuchten von Unfall- oder Gefahrenstellen

 

Vor allem für das Arbeiten und Helfen auf der Autobahn ist eine umfangreiche Ausbildung unabdingbar. Daher fand am Freitag die alljährliche THV-Ausbildung und Belehrung statt. Dabei wurde in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf Elektro- und Hybridfahrzeuge gelegt. Wolfgang Dobler, KFZ-Meister und langjähriger Helfer im OV, hielt zu diesem Thema einen sehr interessanten Vortrag. Er ging auf die Besonderheiten bei Hochstromfahrzeugen ein und erklärte, worauf beim Arbeiten mit Schere und Spreizer bei den E-Autos besonders zu achten ist.

Im Anschluss erfolgte die UVV-Belehrung durch unseren Fachberater Klaus Hohmann. Die Arbeit auf der Autobahn birgt immense Gefahren für die Helfer, denen sie nur durch gute Schulung und Ausbildung entgegenwirken können. Klaus ging ausführlich auf die Eigensicherung der Helfer ein und erläuterte die Neuerungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Polizei seit der Einführung des Digitalfunks.

Zu guter Letzt wurde den neuen Helfern im OV noch der THV-Kombi vorgeführt.

Wir hoffen auch in diesem Jahr, dass all unsere eingesetzten Helfer wieder gesund nach Hause kommen und möglichst wenig auf der Autobahn gebraucht werden.


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