22.09.2023

Ölwehrübung am Chiemsee

Ernstfall am Delta der Tiroler Achen geübt.

Vergangenes Wochenende waren wir Teil einer Großübung am Chiemsee. Jährlich wird für ein Einsatzszenario geübt, welches wir hoffentlich nie in der Realität zu erwarten haben: Ölaustritt an der Transalpinen Pipeline. Diese befördert Rohröl von Triest nach Ingolstadt. Durch ein Leck in dieser Leitung könnte das Öl über die Tiroler Achen in den Chiemsee gelangen. Um eine große Umweltkatastrophe zu verhindern, werden im Ernstfall Ölsperren vom Lachsgang bis zur Hirschauer Bucht eingesetzt. Mittels Absaugpontons wird das ausgetretene Öl abgesaugt und über eine Pumpfähre zur Hirschauer Bucht gepumpt. Dort werden Ölseparationsanlagen aufgebaut und die Verunreinigungen abtransportiert.

Dieses Jahr stand die zweitägige Übungsstufe der Kategorie 2 an. Knapp 50 Helfer aus Rosenheim trafen sich am Chiemsee mit vielen weiteren Helfern der Ortsverbände Bad Aibling, Simbach, Mühldorf, Traunstein, Berchtesgaden, Traunreut und Kehlheim. Als große THW- Familie übten stolze 139 Helfer am Chiemsee. Nachdem die Logistik an der Übungsstelle sowie der Meldekopf eingerichtet wurden, bekamen alle Helfer eine Einführung in die angenommene Einsatzstelle. Die Fachgruppen Wassergefahren setzten ihre Boote ins Wasser und schon konnte mit dem Einbringen der Sperren begonnen werden. Als Nachtlager diente uns eine Grundschule im nahe gelegenen Übersee. Am nächsten Tag ging es früh morgens weiter. Die Gruppen Bergung und Notversorgung/ Notinstandsetzung brachten tatkräftig weitere Sperren ein, während die Fachgruppe Wasserschaden/ Pumpen und Infrastruktur Absaugpontons herrichteten und in dem Ölsperrengürtel positionierten. Die Fachgruppe Sprengen unterstützte mit ihrem Kompressor die Einbringung des Ölschlauches von der Fähre zur Hirschauer Bucht. Gegen Mittag waren stolze 400 Sperren eingebracht und der Gürtel konnte bis zur 19ten Boje geschlossen werden. Doch was aufgebaut wurde, musste auch wieder abgebaut werden. Der Rückbau zog sich bis in die Abendstunden hinein. Gegen 22 Uhr konnten unsere Helfer wieder zurück in die Unterkunft verlegen.


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